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August 2006
28. August - 1. September: Bildhauerwoche in Hohenwieden
Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. So war es auch wieder in der Woche vom 28. August bis zum 1. September in Hohenwieden. Bereits zum fünften Mal fand die Bildhauerwoche statt. Mit dabei waren natürlich auch wieder Schüler des Gymnasiums. Vorbereitend wurden sie in zwei Unterrichtsstunden von Ludger Möller in das diesjährige Thema „Seelenstimmungen“ eingewiesen. Anschließend wurden von den acht Schülern Skizzen angefertigt, die dann auch noch in Ton umgesetzt wurden. So konnte es am Montag auch gleich losgehen. Es wurden acht Gruppen bestehend aus einem Betreuer, zwei Betreuten und einem Schüler oder einer Schülerin gebildet. Nachdem sich jede Gruppe einen geeigneten Lindenstamm ausgesucht hatte, stand der Bildhauerei nichts mehr im Wege. Mit Klöppel und Meißel ging es frisch ans Werk um aus den Holzklötzen formvollendete Figuren entstehen zu lassen. Dabei wurden alle Beteiligten von dem Barther Bildhauer-Profi Tobias Bork unterstützt. „Anstrengend, lehrreich und interessant“, so das Resümee von Julia Lahs, Schülerin unseres Gymnasiums nach einer Woche. Georg Karberg ist erstaunt „was man in kurzer Zeit aus einem Holzstamm machen kann“. Beide sind sich einig, dass die Arbeit mit den Betreuten eine gute Erfahrung für sie ist.
Am Freitag, dem 1. September fand dann noch eine Vernissage statt, bei der die Skulpturen, allesamt fertig gestellt, der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Nach einer kurzen Erläuterung jeder der Skulpturen durch ihre Bildhauer, konnte sich dann noch bei Kaffee und Kuchen über die Woche ausgetauscht werden. „Es haben sich bereits sechs Interessenten für die Skulpturen gemeldet“, berichtet Marie-Christin Wolter. Aber vorerst sollen die Werke auf Wanderausstellung gehen.

MB: Welche Eindrücke konnten Sie in dieser einen Woche gewinnen?
Wolter: Zuerst einmal, es war eine ganz, ganz tolle Woche. Die Arbeit mit den Betreuten und dem Bildhauer Tobias Bork ist eine gute Erfahrung. Es hat sehr viel Spaß gemacht und die Schüler waren auch sehr diszipliniert und haben vollen Einsatz gebracht. Interessant war für mich, die Schüler auch mal außerhalb der Schule etwas näher kennen zu lernen. Es ist ja doch etwas anderes, ob man nun eine ganze Klasse vor sich hat, oder nur eine Hand voll.
MB: Haben Sie das erste Mal an der Bildhauerwoche teilgenommen?
Wolter: Ja, und ich war am Anfang auch sehr skeptisch. Aber ich denke das liegt darin, dass ich keine Vorstellung hatte. Aber alles war super organisiert und vorbereitet.
MB: Sollte das Projekt Ihrer Meinung nach weitergeführt werden?
Wolter: Ja natürlich. Es spricht ja für sich, dass es bereits zum fünften Mal stattgefunden hat. Das Projekt wird immer publiker und zu der Präsentation kommen auch immer mehr Leute. Es ist eine gute Gelegenheit Kunst einmal anders zu erfahren. In so einer Woche lernt man auch die Schüler besser kennen.
MB: Was wird nun mit den acht Skulpturen geschehen?
Wolter: Vorerst sollen sie auf Wanderausstellung gehen. Es gibt aber auch schon sechs Kaufinteressenten, unter anderem die Stadt Grimmen. Auch unsere Schule möchte natürlich eine Skulptur erstehen. Durch den Verkauf soll dann die nächste Bildhauerwoche finanziert werden.
